Gamer PC selbst zusammenbauen oder zusammenbauen lassen?

Wenn Du Dir einen Gamer PC zulegen willst, kommst Du natürlich irgendwann an den Punkt, wo Du dich fragst: Baue ich das gute Stück eigentlich selbst zusammen oder lasse ich lieber einen Experten ran, der mir das Teil fix und fertig zusammengeschraubt abliefert? Wähle ich bei Letzterem die Komponenten selbst aus oder setze ich lieber auf vorkonfiguriertes Fertig-System?

Grundsätzlich haben alle Ansätze bestimmte Vor- und Nachteile, deswegen möchte ich in diesem Artikel mal beleuchten, für wen das „Selberschrauben“ in Frage kommt und wer mit dem Zusammenbau durch einen Anbieter besser beraten ist.

Gamer PC selbst zusammenbauen

Wenn Du noch keine Erfahrung mit dem Zusammenbau eines PCs hat, hast Du vielleicht einen gewissen Respekt vor der Vorstellung, so ein Teil selbst zusammenzubauen. Dieser Respekt ist sicherlich nicht schlecht, aber ich versichere Dir: Jeder, der einen Schraubendreher bedienen kann und Interesse an der Sache hat, kann ohne Probleme einen PC zusammenbauen. Hierbei ist tatsächlich nicht handwerkliches Geschick gefragt (Du brauchst in der Tat nicht mehr als einen Schraubenzieher), sondern einfach ein gewisses Interesse daran, wie die einzelnen Hardware-Komponenten so zusammenhängen. Wenn Du Dir schon die Mühe machst, die einzelnen Komponenten auf einander abzustimmen, kannst Du in meinen Augen auch noch den letzten Schritt gehen und für den Zusammenbau der guten Stücke Sorge tragen 😉

Da alle Komponenten über eindeutige Verbindungen angeschlossen werden, kannst Du beim Zusammenbau auch nicht wirklich viel falsch machen (zumindest nichts, was nicht umkehrbar wäre).  Wenn Du also Spaß am Basteln, Interesse an Hardware hast und dir auch gerne mal selbst helfen können willst, bist Du mit dem selbst zusammenbauen super bedient.

Vorteile des Selbstzusammenstellens

  • wenn Du Interesse an Hardware hast, macht es wirklich Spaß
  • Du lernst dein Gaming System kennen und kannst Dir bei einem möglichen Ausfall auch mal selbst helfen (Bsp. System wird zu heiß -> Drehen alle Lüfter usw.?)
  • Du kannst die Komponenten in unterschiedlichen Shops kaufen (-> Stichwort Preisvorteile) und somit ggf. Geld sparen

Nachteile

  • Zeitaufwand nicht zu unterschätzen (für Anfänger so 2-3 Stunden für den Zusammenbau eines Gaming PCs)
  • Gerade Einsteiger können Fehler machen, deren Ursachenforschung ebenfalls Zeit und Nerven kosten kann (daher sollte wirkliches Interesse vorhanden sein).

Gamer PC zusammenbauen lassen

Wenn Du Dich nicht für den Zusammenbau der Hardware erwärmen kannst und einfach nur möchtest, dass der PC seinen Dienst verrichtet, kommt die Bestellung eines Gaming-PCs bei einem Online-Händler in Frage.
Hier kannst Du prinzipiell zwei Wege gehen: Entweder Du bestellst einen fertigen Komplett-PC oder Du wählst die zu verbauenden Hardwarekomponenten selbst gezielt aus und lässt sie im Anschluss direkt von einem Experten des Shops zusammenbauen.

Bestellung eines fertigen Systems

Die Bestellung eines fertigen Systems ist zweifelsohne die einfachste und bequemste Möglichkeit, um an einen neuen Rechner zu kommen: Du entscheidest Dich einfach für das gewünschte Modell aus einem PC Online Shop und kannst mit der Lieferung sofort loslegen. Allerdings solltest Du an dieser Stelle einige wichtige Punkte beachten, da diese Dir sonst schnell den Gaming-Genuss verhageln können.

Insbesondere bei vermeintlichen Schnäppchen lohnt sich ein kritischer Blick, denn hier wird oft mit der Unwissenheit der Käufer gespielt. Du solltest z.B. darauf achten, von welchen Herstellern welche Komponenten verbaut werden. Insbesondere bei Netzteilen, Gehäusen, Mainboards, RAM und Speichermedien werden häufig billige Noname-Komponenten verbaut, die mitunter weit hinter den Qualitätsstandards führender Markenhersteller hinterherhängen.

Selbst bei der Grafikkarte solltest Du wachsam sein: Mitunter werden Grafikkarten verkauft, die zwar vom Namen her auf eine schnellen Grafikchip schließen lassen, aber es sich tatsächlich um eine abgespeckte Versionen der Grafikkarte handelt. Hierbei kann es also sein, dass die Grafikkarte deutlich langsamer getaktet oder anderweitig beschnitten ist, sodass sie bei Weitem nicht an die Leistung des namensgebenden Garfikchips im „Originalzustand“ herankommt.

Außerdem setzen viele Anbieter auf den Zubehör-Trick: Im Lieferumfang sind dann möglicherweise noch Komponenten enthalten, die Du eigentlich gar nicht benötigst, z.B. Multi-Card-Reader, Softwarepakete usw. Meist hat das den Vorteil, dass die Anbieter suggerieren wollen, dass Du ja super viel für Dein Geld bekommst. Allerdings nutzt Dir das alles nichts, wenn dafür die eigentlichen Kernkomponenten deines Gaming-PCs (also CPU, Grafikkarte, RAM und Mainboard) schwach-brüstig sind. Hier ist es viel sinnvoller, auf Schnickschnack zu verzichten und das Geld in wenige ausgewählte Komponenten zu investieren.

Vorteile

  • Du bekommst ein fertiges System geliefert
  • Du hast keinen Zeitaufwand für den Zusammenbau und läufst somit auch nicht Gefahr beim Zusammenbau Fehler zu machen (deren Behebung wieder Zeit und Nerven kosten kann)

Nachteile

  • Keine Kenntnis vom eigenen System (aus Hardwarsicht)
  • Bindung an einen Online-Anbieter, man kann keine Hardware von mehreren Shops bestellen (Stichwort: Preisunterschiede nutzen)
  • Erhöhte Kosten – Viele Anbieter erheben für den Zusammenbau eine Gebühr

Bestellung eines individuellen Systems + Zusammenbau durch Experten

Einen schönen Kompromiss stellen sog. „Custom-Builds“ dar, also Rechner, die individuell für den Nutzer zusammengebaut werden. Bei vielen Online-Anbietern ist es so, dass sie mittlerweile sehr mächtige PC-Konfiguratoren bereitstellen, mit denen Du bequem einen individuellen PC zusammenstellen kannst, beispielsweise der Konfigurator von aletoware.

In speziellen PC-Konfiguratoren lassen sich individuelle Systeme zusammenstellen. Zusammengebaut werden diese dann durch den Anbieter. Das Beispiel zeigt den Konfigurator von aletoware.com

Dies bedeutet, dass Du die einzelnen PC-Komponenten in einem Schritt-für-Schritt Konfigurator auswählst und der Shop (z.B. aletoware) den Rechner dann in der gewünschten Konfiguration zusammenbaut und an dich versendet. Die Nutzung von PC-Konfiguratoren bietet zudem den Vorteil, dass sie Prüfungen vornehmen, ob die Hardware auch tatsächlich zusammenpasst, Du also keine Komponenten kombinierst, die hardware-technisch nicht zusammenarbeiten können.

Dieser Weg hat natürlich den Vorteil, dass man ein System bekommt, was vom Start weg funktionstüchtig ist (man kann auch meistens direkt das Betriebssystem mitinstallieren lassen, sofern gekauft) und man sofort mit dem Zocken loslegen kann. Wer also kein Interesse daran hat, sich mit dem Zusammenbau und dem Zusammenstöpseln der Hardware-Komponenten auseinander zu setzen, sollte diese Möglichkeit in Betracht ziehen.

Vorteile

Du hast freie Wahl bei der Auswahl der Hardware-Komponenten und kannst genau das einbauen lassen, was Du benötigst

  • Du bekommst ein fertiges System geliefert
  • Du hast keinen Zeitaufwand für den Zusammenbau und läufst nicht Gefahr, beim Zusammenbau Fehler zu machen (deren Behebung wieder Zeit und Nerven kosten kann)

Nachteile

  • Bindung an einen Online-Anbieter, man kann keine Hardware von mehreren Shops bestellen (Stichwort: Preisunterschiede nutzen)
  • Erhöhte Kosten – Einige Anbieter erheben für den Zusammenbau eine Gebühr

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