Gaming PC zusammenstellen – Das musst Du zum Prozessor wissen

Wer einen Gamer PC zusammenstellen möchte, muss sich bereits in einem frühen Stadium mit der Frage der geeigneten CPU auseinandersetzen. Der Prozessor ist ein sehr zentraler Bestandteil deines Gaming PCs und bildet in Kombination mit der Grafikkarte sozusagen das Leistungsrückgrat deines Systems. Der Prozessor übernimmt alle Rechenoperationen, die nicht von der CPU der Grafikkarte (=GPU, Graphics Processing Unit) übernommen werden. Beim Prozessor gibt es im Gaming PC Bereich eigentlich nur zwei nennenswerte Hersteller, die zum Einbau in Frage kommen: AMD und Intel.

Diese beide Hersteller liefern sich seit Jahren ein Kopf an Kopf rennen, wer die besten und leistungsfähigsten Prozessoren baut und wie so oft, ist die Entscheidung, ob es ein AMD Prozessor oder ein Intel Prozessor sein soll, eine Glaubensfrage und natürlich auch eine Frage des Budgets.

Grundsätzlich ist es so, dass Intel in der Summe leistungsstärkere Prozessoren bereitstellt, während die Prozessoren von AMD ein etwas besseres Preis-Leistungsverhältnis bieten. Im Anschluss an den Artikel findest du eine gute Übersicht verschiedener Online-Portale, die sich mit Hardware-Tests beschäftigen und wo du vergleichen kannst, welcher Prozessor wie leistungsstark ist.

Empfehlung für einen PC in der 500 Euro Klasse

AMD FX6300
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Abruf der Informationen: 27.05.2017 11:02:22 | Bitte Disclaimer beachten

Empfehlung für einen PC in der 750 Euro Klasse

Intel Core i5 6500
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Abruf der Informationen: 27.05.2017 11:02:02 | Bitte Disclaimer beachten

Empfehlung für PCs in der 1000 & 1250 Euro Klasse

Intel Core i5-6600K
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Abruf der Informationen: 27.05.2017 12:05:34 | Bitte Disclaimer beachten

Empfehlung für einen PC in der 1500 Euro Klasse

Intel Core i5 6600K
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Abruf der Informationen: 27.05.2017 12:06:45 | Bitte Disclaimer beachten

Was bestimmt die Leistung von CPUs?

Egal ob Intel oder AMD CPU, eines haben alle Prozessoren gemeinsam: Ihre Leistung wird im Wesentlichen durch die Anzahl der Rechenkernen (z.Z. üblich im Gaming Bereich üblich 4 und 6 Kerne) und dem Takt (Rechenoperationen pro Sekunde) mit dem die Rechenkerne arbeiten, definiert.

Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass ein Prozessor leistungsfähiger ist, je mehr Rechenkerne er hat und je höher der Takt der Kerne ist. Wichtig hierbei zu erwähnen ist, dass nicht alle Spiele einen spürbaren Nutzen aus mehr als 4 Kernen ziehen, d.h. bei vielen Spielen ist der Unterschied zwischen 4 und 6 Kernen nicht nennenswert. Inwiefern die CPU zu hohen Frameraten beiträgt, hängt maßgeblich vom Spiel ab, wie dieser Artikelausschnitt von tomshardware zeigt. Bei Battlefield 3 zum Beispiel ist ab einer gewissen Leistungsstufe der CPU kaum noch eine Steigerung der Bilder-pro-Sekunde zu erreichen, wenn man zu einer schnelleren CPU greift, während in anderen Spielen die FPS-Unterschiede bei verschiedenen CPUs teils erheblich sind.

Beachte dies am besten beim Kauf, denn in diesem Fall hilft viel nicht unbedingt viel 😉 Eine Liste, welche Spiele zur Zeit einen spürbaren Nutzen aus 6 Kernen ziehen findest du im Anhang des Artikels.

Achtung: Bei kaum einer anderen Komponente deines Rechners ist das Preis-Leistungsverhältnis so wichtig wie beim Prozessor. Es ist ohne Probleme möglich, 900 € nur für den Prozessor auszugeben und somit das durchschnittliche Budget für einem Gaming PC fast schon aufzubrauchen.

CPU-Architektur

Neben den o.g. Faktoren, die dazu beitragen, wie leistungsstark eine CPU ist, spielt auch die Prozessor-Architektur eine Rolle. Je nachdem wie die Architektur eines Prozessors gestaltet ist, arbeitet er unterschiedlich effizient. Diese unterschiedlichen Architekturen haben bei Intel so schöne Namen wie Sandy-Bridge,Ivy-Bridge, Haswell etc.

Grundsätzlich kann man sagen, dass je neuer eine Prozessor-Architektur ist, umso leistungsfähiger ist sie – das ist ja der Grund, warum ständig neue Architekturen in neuen Fertigungsverfahren entwickelt werden. Nicht alle Änderungen sind damit immer zwangsläufig für dich als Gamer direkt spürbar, aber pauschal kann man sagen: neuer = besser.

Der CPU Sockel

Wenn du Dir eine CPU ausgesucht hast, die sich am besten für deine Zwecke und dein Budget eignet, legst du damit auch schon Einschränkung für dein Mainboard fest. Denn es ist so, dass jede CPU nur auf einen bestimmten Sockel passt. Der Sockel ist die Aufnahmevorrichtung der CPU auf dem Mainboard und somit können bestimmte CPUs nur auf bestimmten Mainboards installiert werden. Achte deshalb bei der Auswahl deines Mainboards darauf (wir kommen später noch ausführlich darauf zu sprechen), dass CPU und Mainboard zusammenpassen.

Overclocking CPUs

Intel bietet auch Overclocking-Modelle seiner CPUs an. Diese erkennt man in der Regel an einer Zusatzbezeichnung des Modells, beispielsweise dem zusätzlichen Buchstaben „K“ (i7-4770K). Bei diesen Prozessor-Modelleist der Takt nicht gesperrt, sodass mit einem entsprechenden Overclocking-Mainboard das System übertaktet werden kann. Es empfiehlt sich, sich im Vorfeld zu überlegen, ob man früher oder später Overclocking-Maßnahmen vornehmen möchte oder nicht, denn davon hängen einige weitere Hardware-Entscheidungen ab (primär Mainboard, CPU-Kühler). Zudem kosten die Overclocking-Modelle meistens ein paar Euro mehr – Geld das man sich sparen kann, wenn man nicht übertakten möchte.

CPU Kühler

Da der Prozessor unter Last sehr warm werden kann, muss dafür gesorgt werden, dass die aufgewärmte Luft abtransportiert wird und der Kühler somit für eine Senkung der CPU-Temperatur sorgt. Ein CPU Kühler besteht aus einem Kühlkörper (aus Aluminum, Metall oder Guss) und einem Lüfter, der die Luft abtransporiert.

In der Regel kann man Prozessoren als sog. „Boxed“ Prozessoren bestellen, d.h. man erhält einen auf das jeweilige Modell angepassten Lüfter zum CPU dazu.

Wenn man keine Boxed-CPU möchte, kann man auch die normale CPU-Version bestellen und muss dann natürlich selbst mit einem selbst ausgewählten Lüfter dafür sorgen, dass die CPU nicht den voreiligen Hitzetod stirbt Es kann durchaus Sinn machen, einen eigenen Kühler einzubauen, z.B. wenn man Wert auf eine besonders geringe Lautstärke, optimale Kühlleistung oder einfach die Optik legt (ja, ein richtiger Kühler macht richtig was her ;)).

Meist ist der Preis-Unterschied zwischen der Boxed Version der CPU und der Version ohne Kühler nicht besonders groß – etwa 10 Euro. Wer also ein kompaktes Budget hat, kann getrost zur Boxed Version greifen.

Abhängigkeiten der CPU zu anderen Komponenten

  • Mainboard (Sockel muss zur CPU passen, Mainboard sollte Overclocking-Eigenschaften aufweisen, sofern die CPU einen freien Takt hat)
  • CPU-Kühler (Sockel, Kühlleistung muss der CPU angemessen sein)
  • CPU (CPU sollte den maximalen Takt des Arbeitsspeichers unterstützen)

Anhang:

Regelmäßig aktualisierte Liste von CPU – Benchmarks:

http://www.pcgameshardware.de/CPU-Hardware-154106/Tests/CPUs-und-Prozessoren-Test-Bestenliste-AMD-und-Intel-675663/

Liste zu Multi-Core-Supported Games:

http://www.pcgameshardware.de/CPU-Hardware-154106/Tests/Phenom-II-X6-im-Praxis-Test-Diese-Spiele-profitieren-von-sechs-CPU-Kernen-746325/

Link zu Intel-Architekturen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Intel-Haswell-Mikroarchitektur