Gaming PC zusammenstellen – Das musst Du zum Prozessor wissen

Wer einen Gamer PC zusammenstellen möchte, muss sich bereits in einem frühen Stadium mit der Frage der geeigneten CPU auseinandersetzen. Der Prozessor ist ein zentraler Bestandteil deines Gaming PCs und bildet in Kombination mit der Grafikkarte das Leistungsrückgrat deines Systems.

Der Prozessor übernimmt alle Rechenoperationen, die nicht von der CPU der Grafikkarte (=GPU, Graphics Processing Unit) übernommen werden. Beim Prozessor gibt es im Gaming PC Bereich eigentlich nur zwei nennenswerte Hersteller, die zum Einbau in Frage kommen: AMD und Intel.

Diese beide Hersteller liefern sich seit Jahren ein Kopf an Kopf rennen, wer die besten und leistungsfähigsten Prozessoren baut und wie so oft, ist die Entscheidung, ob es ein AMD Prozessor oder ein Intel Prozessor sein soll, eine Glaubensfrage und natürlich auch eine Frage des Budgets.

Lange Zeit war es so, dass Intel die leistungsstärkeren Prozessoren baute während AMD insbesondere preislich punkten konnte.

Spätestens jedoch mit der Veröffentlichung der RYZEN Prozessorreihe auf Basis der Zen-Architektur im Jahr 2017 ist AMD auch hinsichtlich der absoluten Prozessorleistung wieder auf Augenhöhe mit Intel, sodass eine differenzierte Auseinandersetzung hinsichtlich der Prozessor-Wahl erfolgen sollte.

Es ist längst nicht mehr so einfach wie früher zu entscheiden, ob ein Intel oder ein AMD Prozessor die bessere Wahl darstellt.

Aktuelle Gaming-CPUs nach Preisklassen

CPU-Empfehlung für Gaming-PCs in der 500€ Preisklasse

Der AMD Ryzen 3 1200 Processor ist eine Quad-Core-CPU für den Sockel AM4 mit 3,1 GHz Taktfrequenz und 8 Mbyte L3-Cache. Der AMD Ryzen 3 1200 Processor kommt mit Wraith Stealth Kühler ausgeliefert, der nicht nur optisch für das Preisniveau passt, sondern auch eine gute Kühlleistung bietet.

Ryzen 3 1200 WRAITH, Prozessor
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CPU-Empfehlung für Gaming-PCs in der 1000€ Preisklasse

Der AMD Ryzen 7 2700 Prozessor der 2. Generation ist eine Octa-Core-CPU für den Sockel AM4 mit 3,2 GHz Taktfrequenz und 20 Mbyte L3-Cache. Der AMD Ryzen 7 2700 Prozessor wird mit einem AMD Wraith Spire (LED) Kühler ausgeliefert.

Ryzen 7 2700, Prozessor
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CPU-Empfehlung für Gaming-PCs in der 1250, 1500€ Preisklasse

Der AMD Ryzen 7 2700X Prozessor der 2. Generation ist eine Octa-Core-CPU für den Sockel AM4 mit 3,7 GHz Taktfrequenz und 16 Mbyte L3-Cache. Der AMD Ryzen 7 2700X Prozessor wird mit einem AMD Wraith Prism Kühler ausgeliefert.

Ryzen 7 2700X
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Der aktuelle Stand bei Prozessoren – AMD RYZEN und Intel Core i

Hinsichtlich der Produktpolitik verfolgen AMD sowie Intel sehr ähnliche Konzepte. Beide Hersteller bieten Prozessoren für den Consumer-Bereich in unterschiedlichen Leistungsklassen an und vermarkten diese gezielt als Einstiegs-, Mittel- und Oberklasse- bzw. High-End-Prozessoren.

Bei AMD heißen diese  4 Leistungsklassen RYZEN 3 (Einstiegsklasse), RYZEN 5 (Mittelklasse) und RYZEN 7 (Ober- bis High-End-Klasse). Die absolute High-End-Prozessorenklasse bei AMD ist die RYZEN Threadripper-Linie, die für absolute Hardware-Enthusiasten gedacht und entsprechend hochpreisig aber auch leistungsfähig ist.

Analog dazu ist auch INTEL aufgestellt: Im Rahmen der CORE i Serie bietet Intel ebenfalls 4 Leistungsklassen, namentlich die Intel Core i3 (Einstiegsklasse), Core i5 (Mittelklasse) und Core i7 (Oberklasse)-Prozessoren. Was bei AMD die Threadripper-Reihe ist, ist bei Intel die Core i9 Reihe, die sich ebenfalls an echte Leistungsenthusiasten richtet.

Was bestimmt die Leistung von CPUs?

Egal ob Intel oder AMD CPU, eines haben alle Prozessoren gemeinsam: Ihre Leistung wird im Wesentlichen durch die Anzahl der Rechenkerne (z.Z. üblich im Gaming Bereich üblich 4, 6 oder 8 und mehr Kerne) und dem Takt (Rechenoperationen pro Sekunde), mit dem die Rechenkerne arbeiten, definiert.

Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass ein Prozessor leistungsfähiger ist, je mehr Rechenkerne er hat und je höher der Takt dieser Kerne ist.

Rechenkerne, Threads und Multithreading

Mittlerweile ist es so, dass selbst die Einstiegsmodelle (Ryzen 3 bzw. Core i3) über vier Rechenkerne verfügen und bereits in der Mittelklasse auch schon viele sechskern Prozessoren anzutreffen sind.

Im High-End-Segment finden sich sogar Modelle mit 14 Kernen und mehr, wobei hier der konkrete Nutzen bzw. das Preis-/Leistungsverhältnis für die meisten Anwender eher uninteressant sein dürfte.

Weniger als 4 Kerne sind allerdings für einen Gaming-PC nicht mehr zeitgemäß, weshalb Du nur bei einem extrem knappen Budget überhaupt in Erwägung ziehen solltest darauf zu verzichten!

Die Prozessor-Hersteller haben zudem mit einem Konzept namens „Mutlithreading“ einen Weg gefunden, um einen Prozessorkern zeitgleich an unterschiedlichen „Aufgaben“ arbeiten zu lassen.

Ist dies der Fall, spricht man davon, dass ein einzelner Kern mehrere „Threads“ gleichzeitig abarbeiten kann. Hierdurch kann die Leistungsfähigkeit der Prozessoren erhöht werden, da minimale Pausen während der Bearbeitung einer Aufgabe A dazu genutzt werden können, eine andere Aufgabe B zu bearbeiten. Die Auslastung der Prozessoren wird durch dieses Konzept erhöht und damit die Rechenoperationen pro Zeiteinheit erhöht. Praktisch alle modernen CPUs der Core i und RYZEN Reihe unterstützten mittlerweile Multithreading.

Das Studieren von Prozessor-Benchmarks ist ein Muss

Letztlich sind aber alle theoretischen Angaben bei Prozessoren zu Takt, Kernen, Cache-Größen etc. uninteressant, solange Du keine Informationen zu den real erzielbaren Leistungswerten des Prozessors in der Praxis studiert hast!

Häufig schlagen sich Prozessoren, die am Papier ähnliche Spezifikationen aufweisen, in der Praxis in unterschiedlichen Disziplinen überraschend unterschiedlich.

Einige Prozessormodelle weisen überragende Leistungen im Gamingbereich auf, während sie bei „herkömmlichen“ Anwendungen abfallen und vice versa. Es sollte daher immer dein Ziel sein, herauszufinden, welches konkrete Prozessormodell in den für dich relevanten Disziplinen wie gut abschneidet.

Dabei ist natürlich nicht nur die absolute Leistung entscheidend, sondern ganz klar das Preis-Leistungsverhältnis.

Wenn Du (wie die meisten Menschen) nicht über ein unbegrenztes Gaming-PC-Budget verfügst, solltest Du immer auf den Preis-Leistungs-Aspekt achten. Lohnen sich 5% mehr Leistung bei einem 50% höheren Preis des Prozessors?

Um Dir einen Überblick über die praktische Leistung von Prozessoren zu verschaffen, solltest Du Dir also unbedingt einen Überblick mit Hilfe der vielen verfügbaren Benchmark-Listen der großen Hardware-Portale (z.B. bei Computerbase oder PC Games Hardware) verschaffen. Mit Hilfe dieser Übersichten siehst du sehr schnell, welcher Prozessor wie gut im Vergleich zum derzeitigen Spitzenreiter bzw. vergleichbaren Modellen performt.

Sobald Du dich bzw. deinen Bedarf in einer „Leistungsklasse“ eingeordnet hast, kannst Du einen Schritt weiter gehen und prüfen, wieviel Leistung Du bei welchem Prozessor pro Euro bekommst.

CPU-Generationen – Es geht immer weiter

Vor dem Kauf deiner CPU solltest Du dich vor allem informieren, welche CPU-Generation des jeweiligen Herstellers gerade aktuell ist.

Im Rahmen der Core i Serie von Intel sind beispielsweise mittlerweile 8(!) Prozessor-Generationen erschienen, die sich natürlich im Laufe der Zeit sehr stark weiterentwickelt haben. Ein Core i5 Prozessor der ersten Generation beispielsweise hat nur noch sehr wenig mit einem Core i5 Prozessor der 8. Generation zu tun. Jede neue Prozessor-Generation ist dabei leistungsfähiger und meist auch energieeffizienter.

Oft ist es auch so, dass zwei Generationen noch lange Zeit parallel am Markt verfügbar sind. Wenn also eine neue Prozessoren-Generation das Licht der Welt erblickt, sind oft noch lange Zeit Prozessoren der Vorgänger-Generation erhältlich und werden erst nach und nach aus den Lagerbeständen der Händler abverkauft.

Diesen Umstand kannst Du Dir übrigens zu Nutze machen! Je nach persönlichem Leistungsanspruch kannst Du nämlich bares Geld sparen, wenn Du in diesem Fall zu einem Prozessor der vorletzten Generation greifst.

Typischerweise fallen nämlich die Prozessorpreise, wenn ein Hersteller – egal ob AMD oder Intel – eine neue Prozessorengeneration ankündigt, denn natürlich wollen die Hardware-Händler ihre Lager freibekommen, um sich die jeweils aktuelle Generation in die Regal legen zu können.

Hiervon kannst Du als Verbraucher profitieren und zum Teile echte Schnäppchen machen. Es empfiehlt sich an dieser Stelle abzuwägen, ob die neue Generation derart leistungsfähiger ist, dass ihr höherer Preis gerechtfertigt ist. Meist fallen die Leistungsverbesserungen nicht derart stark aus, dass Du zwangsläufig zur allerneusten Generation greifen musst.

Grundsätzlich kann man allerdings schon sagen, dass je neuer eine Prozessor-Generation ist, umso leistungsfähiger ist sie. Das ist ja der Grund, warum ständig neue Prozessoren in neuen Fertigungsverfahren entwickelt werden. Nicht alle Änderungen sind damit immer zwangsläufig für dich als Gamer direkt spürbar, aber pauschal kann man sagen: neuer = besser.

Nicht nur Prozessoren entwickeln sich weiter

Wichtig zu berücksichtigen ist hierbei auch, dass neue Generationen von Prozessoren häufig auch neue Anforderungen an das Mainboard bzw. den Sockel und den Chipsatz stellen. Meist können zwei aufeinanderfolgende Generationen von Prozessoren mit einem Sockel betrieben werden, aber regelmäßig kommt die Entwicklung an einen Punkt, wo eine alte „Plattform“ (also im Wesentlichen Sockel und Chipsatz) durch neue Lösungen abgelöst werden muss, um den gestiegenen Anforderungen Rechnung zu tragen.

Berücksichtige bei deiner Entscheidung für bzw. gegen ein konkretes Prozessormodell daher auch immer die Frage, ob die dafür erforderliche Plattform (d.h. Mainboard mit Sockel und Chipsatz) deinen Anforderungen genügt bzw. in deinen Budgetplan passt!

Die CPU und der Mainboard-Sockel

Wenn du Dir eine CPU ausgesucht hast, die sich am besten für deine Zwecke und dein Budget eignet, legst du damit auch schon Einschränkung für dein Mainboard fest. Denn wie zuvor beschrieben ist es so, dass jede CPU mechanisch nur auf einen bestimmten Sockel passt. Der Sockel ist die Aufnahmevorrichtung der CPU auf dem Mainboard und sie gibt neben der Form und auch Die(PIN)-Anordnung vor, die ein Prozessor aufweisen muss, um eingesetzt werden zu können.

Achte deshalb bei der Auswahl deines Mainboards unbedingt darauf (wir kommen später noch ausführlich darauf zu sprechen), dass CPU und Mainboard zusammenpassen.

Overclocking CPUs

Intel bietet auch Overclocking-Modelle seiner CPUs an. Diese erkennt man in der Regel an einer Zusatzbezeichnung des Modells, beispielsweise dem zusätzlichen Buchstaben „K“ (i7-4770K). Bei diesen Prozessor-Modelleist der Takt nicht gesperrt, sodass mit einem entsprechenden Overclocking-Mainboard das System übertaktet werden kann. Es empfiehlt sich, sich im Vorfeld zu überlegen, ob man früher oder später Overclocking-Maßnahmen vornehmen möchte oder nicht, denn davon hängen einige weitere Hardware-Entscheidungen ab (primär Mainboard, CPU-Kühler). Zudem kosten die Overclocking-Modelle meistens ein paar Euro mehr – Geld das man sich sparen kann, wenn man nicht übertakten möchte.

CPU Kühler

Da der Prozessor unter Last sehr warm werden kann, muss dafür gesorgt werden, dass die aufgewärmte Luft abtransportiert wird und der Kühler somit für eine Senkung der CPU-Temperatur sorgt. Ein CPU Kühler besteht aus einem Kühlkörper (aus Aluminum, Metall oder Guss) und einem Lüfter, der die Luft abtransporiert.

In der Regel kann man Prozessoren als sog. „Boxed“ Prozessoren bestellen, d.h. man erhält einen auf das jeweilige Modell angepassten Lüfter zum CPU dazu.

Wenn man keine Boxed-CPU möchte, kann man auch die normale CPU-Version bestellen und muss dann natürlich selbst mit einem selbst ausgewählten Lüfter dafür sorgen, dass die CPU nicht den voreiligen Hitzetod stirbt Es kann durchaus Sinn machen, einen eigenen Kühler einzubauen, z.B. wenn man Wert auf eine besonders geringe Lautstärke, optimale Kühlleistung oder einfach die Optik legt (ja, ein richtiger Kühler macht richtig was her ;)).

Meist ist der Preis-Unterschied zwischen der Boxed Version der CPU und der Version ohne Kühler nicht besonders groß – etwa 10 Euro. Wer also ein kompaktes Budget hat, kann getrost zur Boxed Version greifen.

Abhängigkeiten der CPU zu anderen Komponenten

  • Mainboard (Sockel muss zur CPU passen, Mainboard sollte Overclocking-Eigenschaften aufweisen, sofern die CPU einen freien Takt hat)
  • CPU-Kühler (Sockel, Kühlleistung muss der CPU angemessen sein)
  • CPU (CPU sollte den maximalen Takt des Arbeitsspeichers unterstützen)
  • Bei sehr leistungsstarken (und damit meist energiehungrigen) Prozessoren solltest Du darauf achten, ein ausreichend starkes Netzteil zu verbauen. Tools wie unser Netzteilrechner helfen Dir bei der Ermittlung des passenden Netzteils.