Gamer PC zusammenstellen – RAM/Arbeitsspeicher auswählen

Der Arbeitsspeicher ist in Kombination mit der CPU das Power-Duo eines PCs.

CPU und RAM kommunizieren direkt mittels des in der CPU verbauten Speichercontrollers miteinander und alle Anwendungen werden bei ihrem Start in den Arbeitsspeicher geladen, egal ob Browser, Game, Videobearbeitungssoftware oder Messenger.

Während mittlerweile viele CPUs eingebaute Grafikchips haben und man so prinzipiell ohne dedizierte Grafikkarte auskommen könnte (was im Gaming-Kontext natürlich nicht sonderlich erstrebenswert ist), bleibt ohne RAM in jedem Fall der Ofen aus.

DDR4 als aktueller RAM-Standard

Die aktuelle Generation Arbeitsspeicher ist der sog. DDR4-RAM und dieser Arbeitsspeicher arbeitet gegenüber der Vorgänger-Generation DDR3 mit deutlich höheren Taktraten.

Leistungsrelevant sind beim Arbeitsspeicher zwei Eigenschaften: Die Speichergröße des RAMs, typischerweise gemessen in Gigabyte (z.B. 8GB, 16GB, 32GB) und der Takt, d.h. die Geschwindigkeit bzw. Frequenz, mit dem Lese- bzw. Schreibzugriffe auf den RAM erfolgen können, üblicherweise in Mhz gemessen, also z.B. 2133Mhz, 2400Mhz usw.

Neben der Taktgeschwindigkeit kommen weiterhin die sog. „Timings“ als performance-beeinflussendes Attribut zum Tragen, auf die wir später eingehen.

Zunächst befassen wir uns mit der „richtigen“ RAM-Größe.

Wieviel RAM sollte es sein?

Mittlerweile sollte ein Gaming-System, das den Namen verdienen will, mindestens über 8 GB Arbeitsspeicher verfügen, besser sogar 16 GB.

Während vor einigen Jahren noch 4 GB völlig ausreichend waren, sind in den letzten Jahren durch immer aufwendigere Spiele und Anwendungen die Anforderungen an die verfügbare Arbeitsspeichermenge gestiegen.

Moderne Games wie Battlefield 1, CoD Inifity Warfare etc. empfehlen bereits offiziell 16 GB RAM und meist sind die Hersteller bei Systemempfehlungen schon etwas zurückhaltend. Im Zweifel sollte bei ausreichendem Budget als lieber zu viel als zu wenig RAM verbaut werden, denn ein „zu viel“ schadet nicht, während ein „zu wenig“ den Spaß am neuen Rechner deutlich bremst.

Sofern Du also vor der Entscheidung stehst, 8 oder 16GB zu verbauen, lautet die eindeutige Empfehlung: Nimm 16 GB!

Lediglich beim Griff zu 32GB (oder gar mehr) solltest Du Dir überlegen, ob die Investition wirklich sinnvoll ist. Für Games allein gibt es derzeit keinen Grund, 32 GB zu verbauen. Allerdings können auch diese Mengen im Hinblick auf Videoschnitt, 3D-Modelling oder Bildbearbeitung durchaus berechtigt sein.

RAM-Empfehlung für Gaming-PCs in der 500€ Preisklasse

Obwohl für viele Games noch 4 GB RAM ausreichen, setzen wir selbst im 500€ Build auf 8 GB. Mit dem G.Skill RAM Kit verbauen wir schnellen (2400 MHZ) DDR4 Speicher und haben in Kombination mit dem B250M Mainboard noch 2 weitere Slots für ein zukünftiges RAM-Kit-Upgrade frei. Ein sehr guter Kompromiss aus Preis und Leistung.

Gskill F4-2400C15D-8GNT Memory D4 2400 8GB
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RAM-Empfehlung für Gaming-PCs in der 1000€ Preisklasse

Im 1000€ Build sollten es mindestens 8 GB RAM sein, wer noch Luft im Budget hat, kann allerdings auch guten Gewissens zum  16 GB Kit greifen. Mit dem G.Skill RAM Kit verbauen wir schnellen (2400 MHZ) DDR4 Speicher und haben in Kombination mit dem ASRock 370Z Mainboard noch 2 weitere Slots für ein zukünftiges RAM-Kit-Upgrade frei. Ein sehr guter Kompromiss aus Preis und Leistung.

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RAM-Empfehlung für Gaming-PCs in der 1250, 1500€ Preisklasse

Der ist mal schnell! Zwar kein Schnäppchen, aber dafür super flott unterwegs: Der Vengeance RAM von Corsair kommt mit 2666 MHZ Takt als 16 GB Kit daher und bietet damit einen bequemen Puffer auf alles, was in den nächsten Jahren anforderungsmäßig das Licht der (Gaming) Welt erblicken wird. Das Kit passt perfekt sowohl zum Core i7 8700 als auch zum Core i5 8400 in Kombination mit einem Z370 Mainboard wie dem ASrock z370 Pro.

DIMM 16GB DDR4-2666 Kit, Arbeitsspeicher
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Dual-Channel-Betrieb als Quasi-Standard

Neben der eigentlichen Speicher-Größe ist auch die Anzahl der zu verbauenden Riegel eine zentrale Frage. Je nach Mainboard ist finden sich nämlich Slots für insgesamt 2,4,6 oder gar 8 DDR4 Riegel.

Dass immer eine Anzahl von RAM-Bänken existiert, die glatt durch 2 teilbar ist, ist dabei kein Zufall. Es ist nämlich möglich, zwei gleichartige RAM-Riegel im sog. „Dual-Channel“ Modus laufen zu lassen. Hierdurch wird die Lese- bzw. Schreibgeschwindigkeit des Arbeitsspeichers verdoppelt, was zu einer spürbar besseren Performance des Systems führt.

Das ist auch der Grund, warum viele Hersteller ihren RAM in Kits mit je 2 Riegeln verkaufen: So wird schlicht die Nutzung der Dual Channel Technik ermöglicht bzw. vereinfacht.

Interessant hierbei zu wissen ist, dass nicht zwangsläufig beide Riegel vom gleichen Hersteller sein müssen oder die exakt gleichen Spezifikationen aufweisen müssen. Für den Dual-Channel Betrieb von zwei Riegeln ist einzig entscheidend, dass beide die gleiche Größe habe (z.B. je 8GB) haben.

Ob ein Riegel nun z.B. von Crucial und der andere von Corsair ist, ist zunächst unerheblich.

Natürlich ist es dennoch sinnvoll, beim Neukauf von Arbeitsspeicher auf ein RAM-Kit mit 2 exakt identischen Riegeln zurückzugreifen.

Damit der Dual-Channel Betrieb genutzt werden kann, müssen die Riegel korrekt im Mainboard verbaut werden. Es kommt hierbei auf die richtige Belegung der RAM-Slots an, damit das Ganze funktioniert. Jeder Mainboard-Hersteller gibt aber in seinem Handbuch Informationen dazu, wie die richtige Speicherbank-Belegung auszusehen hat.

Ein informatives, wenn auch schon etwas älteres Video dazu findest Du bei PC Games Hardware.

Dual-Channel überaus sinnvoll, Quad-Channel eher nicht

Während die positiven, real spürbaren Auswirkungen des Dual-Channel-Betriebs ggü. dem Single-Channel-Betrieb unbestreitbar sind, fällt der Nutzen eines Quad-Channel-Setups (wie man es für absolute High-End-Systeme verwenden kann), massiv ab.

Hierbei werden eben vier statt nur zwei RAM-Bänke parallel betrieben und vervierfachen so die Lese-bzw. Schreib-Raten des RAMs ggü. dem Single-Channel-Betrieb. Was auf dem Papier zunächst beeindruckend klingt, ist aber in der Praxis durchaus weniger spektakulär, wie dieser Test zeigt. Vielmehr ist der praktische Performancezugewinn in Produktitivtätsanwendungen oder Games gleich 0. Ein eher ernüchterndes Ergebnis.

Welche Geschwindigkeit sollte der RAM haben?

Welche Geschwindigkeit, d.h. mit welchem Takt, deine Speicherriegel arbeiten können, wir nach oben hin durch dein Mainboard und deine CPU begrenzt.

Viele CPUs unterstützen beispielsweise ab Werk „nur“ DDR4 Speicher bis zu einem Maximaltakt von 2666Mhz, d.h. dass die Verwendung von schnellerem DDR4-Speicher keinen Effekt hat, da die CPU den potentiell schnelleren RAM (z.B. DDR4-4000) einfach auf die maximal von ihr unterstützte Geschwindigkeit runtertakten wird.

Das Nadelöhr ist in diesem Fall also die CPU, deren Speichercontroller eben mit dem verbauten RAM-Takt mithalten können muss.

Zusätzlich muss auch das Mainboard, auf den der Arbeitsspeicher gesteckt wird, den anvisierten RAM-Takt unterstützen. Erst wenn beide Komponenten, also Mainboard und CPU, den Arbeitsspeicher unterstützen, entfaltet er sein volles Potential.

DDR4 RAM ist in vielen unterschiedlichen Taktraten erhältlich, üblich sind 2133Mhz, 2400Mhz, 2666Mhz, 2800Mhz und 3000Mhz. Alle Geschwindigkeiten darüber kann dem absoluten High-End-Segment zugeordnet werden und macht für 99% der Anwender keinen Sinn.

Grundsätzlich gilt hier natürlich: Je schneller, desto besser, allerdings sollte auch hier wie bei allen Leistungstragenden Komponenten im Rechner der Maßstab gewahrt bleiben. Der in der Praxis wahrnehmbare Unterschied zwischen RAM, der z.B. mit 2400 Mhz taktet und RAM, der mit 3200Mhz taktet, ist äußerst gering.

Regelmäßig fällt in Benchmarks, die explizit die RAM-Leistung testen der Unterschied kaum wahrnehmbar aus und macht effektiv meist nur einen 1-4% Leistungsunterschied aus.

Für einen „normalen“ User oder Gamer ist dieser Unterschied damit praktisch irrelevant. Einzig Hardcore-Overclocker, die Wert auf maximale Punktzahlen in synthetischen Benchmarks legen, sollten hier genauer hinschauen.

RAM-Timings (z.B. CL-16-18-18)

Der RAM-Takt gibt an, wie oft pro Sekunde ein Operationskommando an den Speicher weitergereicht  werden kann. Nun ist es aber so, dass eine solche Operation nicht von jetzt auf gleich „fertig“ ist, sondern eine gewisse Bearbeitungszeit hat.

Die sog. „Latenz“ (der erste Teil der Angabe, d.h. „CL-16“) gibt die Zeit in Nanosekunden an, die der Speicher braucht, um dieses Kommando tatsächlich umzusetzen, d.h. im genannten Beispiel die Information aus dem besagten Speicherbereich XY auszulesen und zurückzugeben.

Offensichtlich ist ein RAM-Modul umso schneller, je mehr Kommandos pro Sekunde weitergereicht werden können und je niedriger dabei die benötigte Zeit zwischen Kommando-Annahme und Kommando-Umsetzung ist.

Für die bei Speicherriegeln angegebenen Timings (z.B. CL-16-18-18) bedeutet dies, dass niedrigere Werte tendenziell besser sind, wobei auch hier exakt das gleiche gilt wie auch bei der RAM-Geschwindigkeit: Der Unterschied zwischen einem Speichermodul mit 16-18-18 Timings und 14-15-15 Timings wird einem Normaluser nicht auffallen.

Einen interessanten Artikel zum Zusammenhang zwischen Takt, Latenz und realer Latenz dazu findest du übrigens beim Speicherhersteller Crucial.

Abhängigkeiten zu anderen Komponenten

  • CPU (die CPU sollte den maximalen Takt deines Arbeitsspeichers unterstützen, damit dieser sein gesamtes Leistungspotential entfalten kann)