SSD als Gaming Festplatte – Sinnvoll oder nicht?

Aktualisierte Version vom 19.07.2018

SSDs haben im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten viele Vorteile. Der größte Pluspunkt sind die deutlich schnelleren Zugriffszeiten und die höheren Datenraten. Windows bootet schneller und auch Programme öffnen sich rasanter, weshalb SSDs als Systemplatte längst etabliert sind.

Durch die fehlenden beweglichen Teile arbeiten SSDs dabei auch noch lautlos und benötigen weniger Strom als gewöhnliche HDDs.

Lange Zeit war ein Nachteil von SSDs, dass der zu investierende Betrag pro GB deutlich über dem herkömmlicher HDDs lag.

Mittlerweile sind die Preise für SSDs allerdings so rapide gefallen, dass sich die initiale Frage dieses Artikels („Lohnt sich der Kauf einer SSD gegenüber einer HDD?“) kaum noch stellt.

TL;DR
Ja, der Kauf einer SSD lohnt sich in Zeiten historisch tiefer SSD-Speicherpreise definitiv. Durch den starken Preisverfall sind selbst größere Platten mit 500GB für rund 100€ erhältlich, 240GB Modelle gibt es bereits regelmäßig ab 60€.

SSD-Empfehlung für Gaming-PCs in der 500€ Preisklasse

Mit der Sandisk Plus mit 120GB Speicherkapazität finden wir einen günstigen Einstieg in das SSD-Segment. Mit dieser Kapazität bekommen wir natürlich kein Platzwunder, allerdings reichen 120GB doch meist für das Betriebssystem samt Anwendungen und einigen (ausgewählten) Spielen. Wer seine komplette Steam-Bibliothek allzeit bereit stehen haben möchte, sollte diese auf einer herkömmlichen HDD installieren.

SanDisk SSD PLUS 120GB
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SSD-Empfehlung für Gaming-PCs in der 1000€ Preisklasse

Mit der Sandisk Plus mit 240GB Speicherkapazität verbauen wir performancemäßig die gleiche Hardware wie in unseren günstigeren Builds, allerdings mit doppelter Speichermenge (240 statt 120 GB). Schnell, gut, preislich angemessen - so gefällt uns das.

SanDisk SSD PLUS 240GB
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SSD-Empfehlung für Gaming-PCs in der 1250, 1500€ Preisklasse

Mit der Sandisk Plus mit 240GB Speicherkapazität verbauen wir performancemäßig die gleiche Hardware wie in unseren günstigeren Builds, allerdings mit doppelter Speichermenge (240 statt 120 GB). Schnell, gut, preislich angemessen - so gefällt uns das.

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Mit einer SSD kannst du deinem PC einen ordentlichen Leistungsschub verpassen. Als Systemplatte eingesetzt, machen sich die schnelleren Zugriffszeiten und die höheren Datenraten in fast allen Anwendungsbereichen bemerkbar.

Eine erste deutliche Verbesserung bemerkst du, wenn du das System zum ersten Mal hochfährst: Der Bootvorgang nimmt spürbar weniger Zeit in Anspruch und das System ist schneller einsatzbereit. Auch das schnellere Öffnen von Programmen, die auf der SSD installiert sind, fällt sofort auf. Beim Starten eines Programms  entfällt die Wartezeit fast komplett, während du beim Programmstart auf einer HDD eine deutliche Verzögerung feststellen kannst.

Diesen Luxus bezahlt man aber mit einem höheren Preis. Auch wenn die Preise in der Vergangenheit stark gesunken sind, musst du in den weit verbreiteten Größen 128 GB und 256 GB immer noch mit rund 0,35 Euro pro Gigabyte rechnen. Bei einer herkömmlichen, mechanischen HDD werden hingegen nur ein paar Cent pro Gigabyte fällig.

Deutlich schneller im Umgang, aber nicht mehr FPS

Erfreulich ist, dass sich der Aufpreis für eine SSD auch für Gamer lohnen kann. Das gilt vor allem, wenn du bereits eine aktuelle CPU und eine leistungsfähige Grafikkarte im Rechner hast und dem PC mit einer SSD nochmal einen Leistungsschub spendieren kannst.

Die schlechte Nachricht vorweg: Mehr FPS bekommst du mit einer SSD nicht. Für ein flüssiges Spielvergnügen sind vor allem die CPU und die Grafikkarte verantwortlich, du kannst durch eine SSD also keine höhere Grafikeinstellung wählen oder ein ruckelndes Spiel besser spielbar machen.

Einen sehr positiven Einfluss hat eine SSD allerdings bei den Ladezeiten. Spürbar wird die Verbesserung der Ladezeiten durch ein Solid State Drive vor allem bei Spielen mit einer großen oder praktisch unendlichen Game-Welt. Betrittst du eine neue Zone oder gelangst in ein neues Level, macht sich beim Einsatz einer mechanischen Festplatte oft durch kleine Ruckler beim Nachladen oder gar durch einen nervigen Ladebalken bemerkbar.

Ist das Spiel auf einer SSD installiert, fallen die kleinen Ruckler in vielen Fällen komplett weg und die Ladebalken füllen sich deutlich schneller. Die Fachredaktion von PC Games Hardware konnte durch die Installation auf einer SSD das nervige Stottern von Diablo 3 beim Betreten neuer Spielabschnitte abstellen und dabei auch noch die Geräuschkulisse im Vergleich zur HDD reduzieren.

Fazit

Als Fazit kann man festhalten, dass sich der Einbau einer SSD fast immer lohnt. Abseits der Vorteile beim Gaming bringt eine SSD einen deutlichen Leistungsschub, wenn man sie als Systemplatte einsetzt und oft benötigte Programme auf dem Solid State Drive installiert.

Viele kleine Verzögerungen entfallen nahezu komplett und die SSD verleiht dir ein viel flüssigeres Gefühl, wenn du deinen PC nutzt. Plant man eine SSD als reine Gaming Festplatte einzusetzen, sollte man allerdings genau abwägen: Hat man bereits eine aktuelle CPU und eine schnelle Grafikkarte, ist eine SSD eine sinnvolle Aufrüstoption, um dem Rechner nochmal etwas mehr Geschwindigkeit zu verleihen und die Ladezeiten beim Spielen zu reduzieren.

Das gilt vor allem, wenn du Rollenspiele und andere Genres mit großen Spielwelten magst. Möchtest du dir einen neuen PC zusammenstellen, solltest du überlegen, ob der Aufpreis, der eine SSD fällig werden würde, nicht besser in einen schnelleren Prozessor oder eine bessere Grafikkarte investiert werden sollte und du dir lediglich eine kleine SSD mit 128 GB oder 256 GB einbaust.

Die SSD kannst du dann für das Betriebssystem und häufig genutzte Programme wie den Browser verwenden und so im Alltag von den schnellen Zugriffszeiten und den hohen Datenraten profitieren.

 

 

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